Villa Krantz, München

2004 bis 2006

Der Garten der neoklassizistischen Villa, 1924 erbaut, sollte als repräsentativer Außenraum so gestaltet werden, dass er auch der räumlichen Erweiterung des Hauses dienen kann. Ein Rahmen für Feste und repräsentative Nutzungen wird neu inszeniert. Innerhalb der räumlichen Fassung des Grundstücks durch umgebende Hecken werden klassische Elemente der Gartengestaltung durch die gestuften Höhen der Hecken zu einem repräsentativen, harmonischen Ganzen gefügt. Eine Mitte wird durch Topografie und Wassertreppe mit unterschiedlichen Einstellungen der Wasserarkaden inszeniert. Drei in der Höhe gestaffelte, geschnittene Hecken: Buchsbaum, Eibe und Buche mit ihren verschiedenen Grüntönen schaffen eine Wand, hinter der sich, wie in einem Boskett, der üppige alte Baumbestand außerhalb des Gartens erhebt. Die „wilde Natur“ erhält so einen klaren, geordneten Rahmen. Die Staffelung der Hecken, die Neigung der Rasenfläche und die schwarze Wassertreppe erzeugen eine Verfremdung der Perspektive und erhöhen die Raumtiefe. Zwischen Verfremdung und Persiflage changiert die Efeuskulptur, die als „Sofa“ in der Flucht der Wassertreppe steht. Für die Gesamtkomposition schafft sie einen Fokus in der Zentralachse des Gartens.„Natur“ erscheint im Mantel expliziter Kultivierung, in symmetrischer, „gezähmter“ Form, die einen architektonischen grünen Raum entstehen lässt. Sogar ein Element aus dem Innenraum, das Sofa, wird in diesem Raum zitiert. Andererseits stellt der Garten mit seiner großzügigen Leere und Reduziertheit einen Kontrast zur Kompaktheit und architektonischen Präsenz des Gebäudes dar.

Kunde

Architekten

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